Basissystem, Ports und Packages

OpenBSD ist nicht (wie Linux) nur ein Kernel sondern ein komplettes, funktionsfaehiges Betriebssystem mit Programmen wie pf (Firewall), tcpdump, nc, lynx (mit SSL-Support), Apache, FTPd, Sendmail, Perl ... . Die zugehoerigen Sourcen liegen in /usr/src und koennen ueber CVS aktualisiert werden. Das ganze System kriegt man dann mit 'make build' komplett neu uebersetzt und somit auf den neuesten Stand.

Laestiges Kernel-neukompilieren faellt bei OpenBSD in aller Regel auch weg da es die komfortable Moeglichkeit des Editierens der Kernelkonfiguration mittels 'config' gibt. Um eine Firewall aufzusetzen muss am Generic-Kernel ueberhaupt nichts veraendert werden.

Bleibt zu erwähnen, dass eine Vielzahl von zusaetzlichen Programmen existiert, welche von CD oder über FTP installiert werden können (Abhaengigkeiten werden automatisch aufgeloest!):

        pkg_add ftp://ftpserver/verzeichnis/programm.tgz
oder, ohne automatische Aufloesung der Abhaengigkeiten (werden aber angezeigt!) und mit 'ls'-browsen:
        ftp ftp://ftp.openbsd.org/pub/OpenBSD/2.7/packages/i386/
	ftp> get programm.tgz "|pkg_add -v -"
Alternativ baut man *BSD-typisch den Port aus den Quellen (nach speziellen Ports suchen kann man mit diesem Perlscript) mit z.B.:
        cd /usr/ports/x11/blackbox
        make 
        make install
        make clean

Falls es hierbei Probleme gibt sollte man zunaechst /usr/ports ueber CVS updaten:

===> Umgebungsvariablen setzen:
	export CVS_RSH=/usr/bin/ssh
	export CVSROOT=anoncvs@anoncvs.ca.openbsd.org:/cvs
===> Updaten:
	cd /usr
	cvs up -PAd ports

Natuerlich kann ein Programm auch 'ganz normal' aus den Quellen gebaut werden. Die so installierte Software kann dann aber *nicht* ueber pkg_add, pkg_info oder pkg_delete verwaltet werden.
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I.S.