Disklabel, Slices und Co.

Die erste grosse Huerde beim Installieren ist das Partitionieren und das Disklabeln - darum hier einige Informationen zu Slices, Sectoren ...

Waehle bei der Frage 'ob Du die gesamte *entire* Disk fuer OpenBSD verwenden willst': 'yes' - damit brauchst Du Dich schonmal nicht mit 'fdisk' beschaeftigen und das Installationsprogramm startet gleich den Disklabeleditor. Hier kannst Du mit '?' die moeglichen Befehle ausgeben und mit 'p' die vorhandenen Slices anzeigen lassen.

Zunaechst loeschen wir 'a':

        => 'd' 'Leerzeichen' 'a'
Jetzt ist nur noch 'c' vorhanden und das bleibt auch so!

1.) alte Vorgehensweise
Nun wollen wir etwas rechnen. Wir halten Ausschau nach der Gesamtzahl der 'freien Sectoren' (z.B.: 8404767). Mit dem Wissen, dass ein Sector == 512 Byte sind (also: 2 Sectoren == 1KByte entsprechen) und wir zum Beispiel einen Swap-Space von 128 MByte (ergo 131072 KByte) einrichten moechten heisst dies, dass die Root-Partition 'a' (also '/') maximal so gross sein kann:

a_in_Sectoren = 8404767 - ( 2 * 131072 ) a_in_Sectoren = 8142623

Nun adden wir erst die Root-Partition (wir legen also alles in eine einzige grosse Slice):

	=> 'a' 'Leerzeichen' 'a'
                -> wir beginnen wie vorgeschlagen (ab Sector 63)
                -> geben bei der Partitionsgroesse an: 8142623
                -> Mount-Point ist: '/'

Und nun noch den Swap-Space:

	=> 'a' 'Leerzeichen' 'b'
              -> hier kannst Du nun einfach die automatisch
                 berechneten Defaultwerte akzeptieren (d.h.: der
                 Swap-Space kann ja nun nur noch 128 MByte gross sein).

Im einfachsten Fall reichen diese zwei Partitionen aus. Wir schliessen mit 'q' den Disklabeleditor und folgen weiter dem Installationsweg.

2.) neue Vorgehensweise
In der Praxis kann man das Disklabeln noch weiter vereinfachen, indem man:


=> 'a' 'Leerzeichen' 'b' ... den Offset akzeptiert und dann einfach
'128M' angibt (damit reserviert man  fuer den Swap 128MByte)

=> 'a' 'Leerzeichen' 'a' ... die restlichen Sektoren auf '/' legt
bzw. hier gezielt '8G' (fuer 8GByte) angibt

=> 'p' 'Leerzeichen' 'm' ... zeigt die aktuelle Config in Megabyte

3.) Hinweis
Bei den heutigen Festplatten groesser 60GByte ist es natuerlich nicht sinnvoll ein einziges 60GByte grosses Slice anzulegen. Ausserdem moechte man sicherlich einen Plattenbereich haben, auf dem man Archiv-Daten o.ae. ablegen kann und der nicht bei einer Neuinstallation mit geloescht wird.

Deshalb nimmt man dann z.B. fuer 'a' 8GByte !!! (warum gerade 8GByte - siehe dazu unbeding http://openbsd.hrxnet.de/faq/faq14.html#LargeDrive) und added noch ein Slice 'i' um den Rest des Plattenplatzes dort zu verwenden. Den Mountpoint laesst man dann einfach weg.

Im zweiten Schritt (nach der Installation) legt man dann dort noch ein Filesystem 'newfs /dev/wd0i' und ein Mountpoint 'mkdir /archiv' an und mounted das ganze manuell mit 'mount /dev/wd0i /archiv' oder automatisch in der /etc/fstab.

Im FAQ '4.3.1' findet man Informationen wie man /var, /tmp/, /usr und /home in verschiedene Slices steckt.

4.) Journaling Filesysteme
... habe wir hier nicht! Wir haben mit den SoftUpdates 'http://www.OpenBSD.org/faq/faq14.html#SoftUpdates' was viel besseres (und funktionierendes).

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I.S.